in Technology

Pandora vs. Last.fm – Wer ist schlauer?

Pandora und Last.fm sind Internetradios. Beide Dienste schlagen mir neue Musik vor, die ähnlich dem ist, was ich mag. Beide Dienste nutze ich seit mehr als einem Jahr begeistert. Zeit für ein persönliches Zwischenfazit: die Qualität der Empfehlungen bei Pandora ist besser!

Die Recommendation Engines von Pandora und Last.fm arbeiten nach völlig unterschiedlichen Prinzipien. (vgl. Thorsten) Bei Pandora versuchen Musiker Songs unterschiedliche Attribute zuzuordnen. Mir werden Musikstücke empfohlen, die ähnliche Attribute haben, wie die Songs, die ich mag. Last.fm setzt auf Collaborative Filtering. Vorschläge erhält man aufgrund meiner Ähnlichkeit zu anderen Nutzern. Ich teile Last.fm mit was ich höre, Last.fm vergleicht meine Playlist mit der Playlist anderer Nutzer und errechnet daraus Songs, die mir gefallen können.

Meine Playlist bei Last.fm umfasst inzwischen 18.864 Songs, die ich im letzten Jahr gehört habe. Damit sollte der Dienst eine ziemlich genaue Vorstellung davon habe, was ich höre. Hat er aber nicht! Überraschend ist: trotz weniger Dateninput treffen die Empfehlungen von Pandora meinen Musikgeschmack besser!

Bei Pandora sage ich bei durchschnittlich 6/10 Songs „ja, das passt“, bei Last.fm sind es nur 3/10. Zudem wiederholen sich die Vorschläge bei Last.fm häufig, so dass bei den Empfehlungen wenige „Perlen“ dabei sind. Heißt: wenn ich auf der Suche nach neuer Musik bin nutze ich Pandora.

Damit haben wir einen Sieger bei „Pandora vs. Last.fm“. Der Sieger heißt … Pandora.

Warum nutze ich Last.fm, wie eingangs erwähnt, wenn Pandora besser ist? Der Dienst bietet die Funkion „Meine Radiostation“, wo Songs gespielt werden, die ich in der Vergangenheit gehört haben. Also keine neuen Lieder, sondern die Musik, die ich zu Hause habe. Und genau das brauche ich ab und zu. Manchmal will ich einfach keine Expermimente, sondern einfach das hören, was ich sonst auch höre. Genau die selben Lieder. Und das kann Last.fm besser als jeder andere Dienst.

Damit sind also meine Nutzungsszenarien: Pandora für neue Musik und Empfehlungen, Last.fm für Songs, die ich sonst auch höre.

PS: Pandora ist leider „US only“, so dass man den Dienst nur über Umwege nutzen kann. (Stichwort VPN)

Kommentar schreiben

Kommentar

Leseempfehlungen

  • Spotify goes offline – 9,99€ im Monat? Vor einigen Monaten habe ich schon einmal über den neuen Shooting-Star der Internetszene geschrieben: Spotfy - das kostenlose iTunes aus der Cloud. Über die gute Performance, die gute […]
  • Review: "Hard Candy" von Madonna Erst pfui, dann hui! Madonnas neues Album "Hard Candy" ging beim ersten Hören nicht ins Ohr. Bis auf das in A-Rotation laufende "4 Minutes" und "Devil Wouldn't Recognize You" rief alles […]
  • Spotify rocks: Kostenloses iTunes aus der Cloud Spotify ist praktische ein kostenloses iTunes aus dem Internet. Das schwedische Startup hat einen schlanken Desktop-Client entwickelt, der kostenlos und legal Musik on demand aus dem Netz […]
  • Kaufempfehlung: "Stadtaffe" von Peter Fox Peter Fox ist einer der drei Sänger der Dancehall-Combo "Seeed". Seit 2007 arbeitet er an seinem Soloalbum "Stadtaffe", dass im September auf den Markt kam. Das Album ist klasse: […]