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New York – endlich Big Apple treffen


New York, Concrete jungle where dreams are made of, There’s nothing you can’t do, Now you’re in New York, These streets will make you feel brand new, Big lights will inspire you, Hear it for New York, New York, New York.

Empire State of Mind (part II) ist eine Liebeserklärung von Alice Keys an ihre Stadt. Die Stadt in der alles möglich ist, die unvergleichlich ist.

Schon immer wollte ich mir einen eigenen Eindruck dieser Stadt machen. Neben meiner eigenen Sehnsucht ist es für Katharina DIE Stadt. Seit ihrem Auslandsaufenthalt während des Studiums in Harlem war sie jährlich dort. Und wenn sie mir diese besondere, ihre Stadt näher bringen kann, dann freue ich mich riesig darüber.

Fast 20 Jahre nach meinem letzten USA-Aufenthalt, war ich im Februar endlich in New York. 10 Tage verbrachten wir in der Stadt, die erste Hälfte direkt in Manhattan in der Nähe des Broadways, die zweite Hälfte in Brooklyn. Der Urlaub war eine Kombination aus Sightseeing und Schlendern durch die Gassen entspannter Stadtviertel. Eine Mischung aus Shopping und Kaffee trinken, in den vielen kleinen Cafés in Williamsburg und Greenwich. Filme im Kino schauen, Musicals auf dem Broadway.

Es gibt viel über die Sehenswürdigkeiten von Manhattan zu schreiben oder die New Yorker, die eiligen Schrittes die Wall Street entlang gehen. Darüber wie die New York Knicks gegen die Milwaukee Bucks chancenlos untergingen, nachdem sie ihren besten Spieler Porzinges verloren haben. Diese Geschichten können die Bilder in der Gallerie allerdings besser erzählen.

Was mir in Erinnerung geblieben ist, sind die folgenden Eindrücke:

Der erste Eindruck, wenn man zwischen den Wolkenkratzern in Downtown Manhattan steht, ist umwerfend. Ich bin die ersten fünf Minuten mit dem Blick nach oben durch die Stadt schlafgewandelt. Die schattigen Schluchten zwischen zwei fünfzigstöckigen Gebäude flößen Respekt ein, genau wie der eiskalte Februarwind, der durch die Gassen pfeift. Ich habe einfach noch nichts vergleichbares gesehen, kenne es weder aus London, Frankfurt noch Paris.

Manhattan und Brooklyn fühlen sich wie zwei weit entfernte Städte an, auch wenn sie nur durch drei Brücken 20 Minuten voneinander entfernt sind. Am deutlichsten wurde mir dies in Cafés. Während Katha und ich in Downtown das Gefühl hatten, den Laden nicht schnell genug verlassen zu können, damit die nächsten Touristen bedient werden konnten, fühlten wir uns in den kleinen Hintercafés in Brooklyn sehr willkommen. „You moved here or are you for visit?“ war ein Einstieg in ein 10-minütiges Gespräch im Lazy Ibis, nahe der AirBnb-Unterkunft. Brooklyn gefiel mir super.

Die Stadt schläft nicht, außer beim SuperBowl. Es machte keinen Unterschied, ob ich tagsüber oder nachts um 23:00 Uhr durch die Straßen Manhattens lief: Menschen, Taxis, Fahrzeuge und leuchtende Werbetafeln überall. Mit diesem Gefühl von Leben bin ich voller Erwartung in den SuperBowl-Abend am 04.02 gestartet. New England Patriots um Tom Brady gegen den Außenseiter Philadelphia Eagles. Wir schauten das Spiel in einer Sportbar, bestellten uns Chicken Wings, Onion Rings und Pommes. Alles vorbereitet für einen spannenden Sportabend mit toller Stimmung. Der Sportabend war auch toll, die Stimmung nur leider nicht vorhanden – auch wenn es das enge Spiel hergegeben hätte. Vielleicht sind die New Yorker dafür zu distanziert und zu cool, ihr Team hat ja auch nicht gespielt. Gleiches beim Spiel der Knicks im legendären Madison Square Garden. Außer vereinzelte „Defense, Defense, Defense“-Rufe kam nichts.

Ich wurde nach der Reise häufig gefragt, ob ich mir vorstellen könnte in New York zu leben. Die Antwort ist ja, zumindest eine Zeit lang. Die Gegensätze ziehen mich an. Nur würde ich nicht in Manhattan leben wollen, die etwas entspanntere Umgebung von Brooklyn spricht mich mehr an.

Ich bin mir sicher, dass es nicht der letzten NY-Besuch gewesen ist. Vielleicht führen wir Katharinas Tradition der jährliche Besuche in Zukunft ja gemeinsam fort.


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